Unsere Hilfe kommt an!

Ein Bangladesch-Reisebericht

Paul Heister (stellvertretender Geschäftsführer der Lichtbrücke) besucht eine Kreditgruppe.

Auch in diesem Jahr besuchten Vertreter der Lichtbrücke unsere Projekte in Bangladesch. Mit vielen lebendigen Bildern berichteten Stefan Bepler, Wolfgang Brückner und Paul Heister den aufmerksamen Besuchern im Haus Lichtbrücke ihre Eindrücke und Erfahrungen und nahmen sie mit zu einzelnen Stationen ihrer vierwöchigen Reise.

Als erstes ging es nach Kushtia, wo die Lichtbrücke u.a. mit der Partnergruppe aus Nümbrecht seit vielen Jahren die Produktion von Wasserfiltern unterstützt, um die Menschen vor der schrecklichen Arsenvergiftung zu schützen. Zehntausende konnten so vor dem qualvollen Arsentod bewahrt werden.

In Satkhira unterstützt die Lichtbrücke mit dem jährlichen Weihnachtsbasar in Engelskirchen die Bildung und Ausbildung der Kinderarbeiter. Viele Kinder aus armen Familien müssen tagsüber arbeiten. Die Thomas-Abend-Schule sichert ihnen Grundbildung und eine berufliche Ausbildung im Trainingszentrum.

(v.l.) Stefan Bepler (Projektkoordinator), Julia Vilshöver (Praktikantin) und Wolfgang Brückner (Vorsitzender) besuchen eine Vorschule in Kushtia.

Von Satkhira führte die Reise weiter nach Khulna, wo die Lichtbrücke sich besonders für Slumbewohner einsetzt. Ein Kurzfilm von Julia Vilshöver, die dort bei unserem Partner ADAMS ein Praktikum absolviert, zeigt die Lebensverhältnisse der Ärmsten (Hier geht es zum Kurzfilm).

Auf engstem Raum leben die Ärmsten dicht gedrängt zusammen. Eine Holzpritsche für die Eltern, 2 m² für die Kinder und eine einfache Feuerstelle für die tägliche Mahlzeit von etwas Reis und Dal (Linsengemüse). Abgetragene Kleidungsstücke auf einer Leine an der Wand. Hier hilft die Lichtbrücke mit Kleinkrediten, Vorschulen und einem Trainingszentrum, in dem auch Gesundheitshelferinnen ausgebildet werden. „Wir sind ergriffen von der Armut der Menschen in Bangladesch, zugleich aber auch beeindruckt von dem Engagement unserer bengalischen Partnerorganisationen“, berichtet Wolfgang Brückner.

Weiter ging die Reise zu den anderen Projekten der Lichtbrücke, in denen in ähnlicher Weise den Armen geholfen wird. In sechs Ausbildungszentren erhalten z.B. jedes Jahr insgesamt über 1.500 junge mittellose Menschen eine Ausbildung, die ihnen hilft, in ihrer Heimat Schritte aus der Armut zu tun. Hierfür setzt sich das Team vom Hallentrödel Bickenbach besonders ein. Und auch die Friedensförderung und Bildungsprojekte in Khagrachari, die mit den Erlösen des jährlichen Sommerfestes in Loope unterstützt werden, laufen erfolgreich weiter.

Mutter mit ihren Kindern im Rohingya Flüchtlingscamp.

„Es ist wirklich beeindruckend, wenn man mit eigenen Augen sehen kann, wie sich das Leben der Menschen durch diese Projekte verbessert hat“, sagt Paul Heister, der zum ersten Mal das Land bereiste. Möglich sind diese Projekte nur, weil so viele Freunde, ehrenamtliche Helfer und Spender aus Deutschland die Arbeit der Lichtbrücke unterstützen. „Ihnen allen möchten wir den Dank der Menschen von Bangladesch übermitteln!"

Am Ende der Reise besuchte ein Teil der Delegation Flüchtlingslager der Rohingyas. Tief betroffen berichtete Paul Heister über die trostlose Situation der Menschen in diesen Elendslagern, wo sie auf engstem Raum ohne jede Perspektive zusammengedrängt hausen müssen.

Zusammenfassend zeigte der Bericht: Die Hilfe der Lichtbrücke kommt an! Wir können viel bewegen. Unser Einsatz lohnt. Es bleibt aber auch weiterhin viel zu tun. In den älteren Ausbildungszentren ist z.B. eine Modernisierung dringend notwendig. Jede Unterstützung ist herzlich willkommen!

Mathilde von Lüninck Knipp

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