Rekord bei Basar-Erlös

Lichtbrücke Nümbrecht kann mit den Einnahmen mehr als 200 Filter gegen Arsenvergiftung anschaffen

Die Freude war groß bei den 35 Ehrenamtlern, die beim Basar mitgeholfen hatten: Es kamen so viele hungrige und kauflustige Besucher, dass der Erlös erneut Rekordhöhe erreichte. Dabei war bereits das letzte Jahr ein Rekordjahr. Dieses Mal wurden durch Verkauf von Waffeln und Erbsensuppe, schicker Second-Hand-Kleidung, Trödel, Büchern und allerlei kulinarischen Leckereien 6512 Euro eingenommen. Der Betrag geht ohne Abzug nach Bangladesch, wo Millionen Menschen arsenhaltiges Wasser trinken müssen. Ein Filter kostet umgerechnet 30 Euro. Der Basar ermöglicht nun die Anschaffung von 217 Filtern.

„Das ist phänomenal“, freute sich Doris Werry, Gründerin der Lichtbrücke Nümbrecht. Zu den Einnahmen von den Basarständen kamen Spenden, Tombola-Erlöse und Gelder aus dem Sponsoring dazu.

Maria Schmidt ist seit 25 Jahren ehrenamtliche Helferin der Lichtbrücke – zunächst in Engelskirchen. Seit dem Gründungsjahr 2006 machte sie auch in Nümbrecht mit. Ihre selbstgemachten Öle, Essig, Marmeladen, Säfte und Tees fanden reißenden Absatz. Schmidt holt sich die Zutaten vorwiegend aus der Natur, sie sammelt ab jedem Frühjahr Kräuter, Blüten und Beeren; ihre getrockneten Apfelringe stammen von Streuobstwiesen. Rund tausend Einzelteile pro Jahr stellt sie für die Armen in Bangladesch her.

 

Weitere Bilder vom Weihnachtsbasar in Nümbrecht

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Gisela Berster ist seit 2016 dabei. „Ich möchte ein Zeichen setzen gegen die Ausbeutung und die furchtbaren Arbeitsbedingungen, unter denen die Menschen in den Fabriken leiden, wo sie Produkte preiswert auch für uns herstellen“, sagt Berster. Brunhilde Trautmann ist seit vier Jahren aktiv, sie hatte bei Doris Werry Trödel abgegeben und wurde gleich gefragt, ob sie Lust habe mitzumachen. „Wasser ist unser Lebenselexier. Es ist absolut unvorstellbar für uns, wenn wir vergiftetes Wasser trinken müssten“, sagt Trautmann, die im Café hilft.

Wie sie fühlt sich auch Gunhild Hartmann in der Helfergruppe sehr wohl, schätzt die gute Gemeinschaft. Hartmann verkauft Lose, sitzt an der Kasse oder hilft an einem Stand aus. Von allen Projekten, die von der „Zentrale“ der Lichtbrücke in Engelskirchen finanziert werden, ist sie überzeugt. „Wenn ich im Kalender die fröhlichen Augen der Frauen an ihren Nähmaschinen sehe, berührt mich das sehr. Man sieht, ihnen geht es gut, sie sind dem Elend entronnen“, so die pensionierte Lehrerin.

Zu Besuch beim Basar war auch Hermann Schürfeld aus Bergneustadt mit seiner Frau Hannelore. Schürfeld spendete zum 3. Mal den ersten Preis für die Tombola: einen Rundflug für drei Personen vom Dümpel aus über Oberberg.

Gabriele Krüper