Wasser ist Leben!

Arsenfilter für Bangladesch

 
 

Das Leben in Bangladesch wird vom Wasser bestimmt! Die drei großen Flüsse Meghna, Padma und Jamuna bilden schon allein die Existenzgrundlage vieler Menschen. Durch den Wasserreichtum und den fruchtbaren Boden sind jedes Jahr mehrere Ernten möglich. Vom Wasser gehen aber auch Gefahren aus. Nicht nur wegen den jährlichen Überflutungen, verursacht durch Monsunregen und Wirbelstürme aus dem Golf von Bengalen, sondern auch wegen der Kontamination des Wassers mit hochgiftigem Arsen. Bis zu 51 Millionen Menschen müssen in Bangladesch tagtäglich arsenverseuchtes Wasser trinken. Mit jedem Schluck gelangt das Gift in den Körper. Viele werden krank. Allzu viele sterben.

Dabei kann das verseuchte Wasser ganz einfach mit einem Filter gereinigt werden. Dafür fehlt ärmsten Familien aber das Geld. Der Anteil der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, konnte in den Jahren zwischen 2000 und 2016 zwar halbiert werden, von 48,9 Prozent auf 24,3 Prozent. Doch die Corona-Pandemie hat viele Arbeitsstellen zerstört. Viele Millionen Menschen mehr kämpfen heute ums Überleben. Bangladesch belegt im aktuellen Human Development Index nur den 133 Platz von 189 Ländern.

 

Hilfe für die Menschen in Moheshpur

Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir gemeinsam mit unserer bengalischen Partnerorganisation MSUK und mit Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gegen Ende diesen Jahres ein neues Arsenfilter-Projekt in Moheshpur beginnen können. Moheshpur, ein Unterbezirk von Jhenaidah, liegt im Südwesten von Bangladesch. Über 85 % der Bevölkerung sind von der Landwirtschaft und der Fischerei abhängig. Sie sind Armut, Hunger, Krankheiten, den Folgen der Pandemie und Unterernährung ausgesetzt. Manche haben gar keine Unterkunft.

Die Menschen in Moheshpur sind von der Arsenkatastrophe stark betroffen. Dort gibt es keine andere Möglichkeit, reines Wasser zum Trinken und Kochen zu bekommen, als durch die örtlichen Rohrbrunnen. 40 bis 50 % dieser Brunnen sind allerdings mit Arsen verseucht.

Sauberes Wasser aus Flaschen können sich die meisten nicht leisten. Bis 2025 werden wir daher in Moheshpur in 37 Dörfern über 4.200 Wasserfilter an ärmste Familien verteilen, Gesundheitsdienste und Rehabilitationshilfen für Arsen-Patient*innen aufbauen, kulturelle Informations- und Aufklärungskampagnen sowie Schulungen in der Wartung der Filter durchführen und lokale Wasserfilter-Mechaniker*innen ausbilden.

 

Ihre Spende schenkt Hoffnung! Vielen Dank für Ihre Hilfe!

  • Materialkosten für einen Wasserfilter 50,-

Wenn man die Kosten für Schulungen, Aufklährungskampagnen, Gesundheitsdienste, Medikamente, Transport, Sozialarbeiter und technisches Personal addiert, benötigten wir für jeden ausgeteilten Wasserfilter 75 Euro.

 

Menschen können nur leben, wenn sie sauberes Wasser zum Trinken haben. Damit wir in den nächsten Jahren in Moheshpur möglichst viele Wasserfilter verteilen können, sind wir auf Spenden angewiesen. Viele hunderttausend Menschen konnten wir bereits mit sauberem, arsenfreien Wasser versorgen. Machen Sie mit! Helfen Sie uns Leben zu retten!

 

Wasserfilter - Die Rettung für Sakhina

Beim Verteilen von Wasserfiltern in Alampur treffen wir Sakhina, die uns ihre Leidensgeschichte erzählt: „Vor drei Jahren merkte ich, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich hatte auf einmal keinen Appetit mehr und bekam überall am Körper dunkle Pusteln. Der traditionelle Heiler sagte, ich solle mir keine Sorgen machen, aber die Stellen wurden immer größer. Dann fingen die Schmerzen an, und ich kriegte überall am Körper Geschwüre. Die Leute um mich herum fingen an zu tuscheln. Dann begannen sie, einen großen Bogen um mich und sogar um meine Familie zu machen! Meine Tochter wollte heiraten, doch ihr Bräutigam sagte die Hochzeit ab, weil er sich vor der angeblich ansteckenden Krankheit fürchtete. Dabei war sie selbst gar nicht krank. Mein Ehemann gab mir die Schuld. Seitdem ich krank bin, kann ich nicht mal mehr arbeiten. Inzwischen fehlt uns sogar das Geld fürs Essen. Was soll ich tun? Was habe ich falsch gemacht?“

Heute bekommt Sakhinas Familie einen Wasserfilter. Nachdem ein Sozialarbeiter alle über die Arsenerkrankung sowie die Funktionsweise des Filters aufgeklärt hat, kann ihn jeder benutzen. Sakhinas Erkrankung wurde früh genug entdeckt! Sobald sie nur noch gefiltertes Wasser trinkt, wird es ihr von Tag zu Tag besser gehen. So haben Krankheit und soziale Ausgrenzung endlich ein Ende.

Weitere Bilder vom Wasserfilterprojekt

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Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.