Ein Ehrenamtler stellt sich vor

 

Seit vielen Jahren setzt sich Paul Heister mit großem Engagement unter anderem beim Weihnachtsbasar im Info-Raum und im Organisationsteam ein (hier mit Enkeltochter Svea Heister im Jahr 2017).

 

Die Arbeit der Lichtbrücke wäre ohne den langjährigen Einsatz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer nicht möglich. In diesem Artikel stellen wir Paul Heister vor, der sich seit fast vier Jahrzehnten für die Lichtbrücke engagiert. Alexandra Grüßmann, Mitarbeiterin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, hat mit ihm über die Anfänge, seine Motivation und seine Tätigkeiten gesprochen.

 

Weißt Du noch, wann und was dein erster Berührungspunkt mit der Lichtbrücke war? Wie ist daraus dein Engagement entstanden?

 

Ich wohne seit 1983 in Engelskirchen, die Lichtbrücke war mir damals schon ein Begriff. Konkret dazu gekommen bin ich über eine Eine-Welt-Gruppe, die sich hier vor Ort extra für den Weihnachtsbasar der Lichtbrücke gebildet hatte. Initiiert wurde diese Gruppe von Helmut Schäfer. Wir haben uns über mehrere Jahre getroffen, meist ab dem Spätsommer, und jedes Jahr Schwerpunktthemen überlegt, zum Beispiel zu Armut oder allgemein den Lebensbedingungen in anderen Ländern. Wir haben dann versucht, solche Lebenswelten anschaulich darzustellen.

Ich kann heute nicht mehr ganz genau sagen, wann mein Einstieg war. Sicher ist, seit 1988 bin ich bei der Lichtbrücke aktiv. Es kann auch sein, dass ich schon 1986 oder 1987 beim Basar dabei war.

 

Was hat dich damals überzeugt zu sagen: „Ja, das mache ich“?

 

Mich hat das Thema Armut in Entwicklungsländern schon lange beschäftigt, auch schon bevor ich bei der Lichtbrücke aktiv war. Über die Eine-Welt-Gruppe bin ich noch tiefer in diese Thematik eingestiegen. Was mir an der Lichtbrücke gefallen hat, war, dass es nicht nur um kurzfristige Hilfe ging, sondern um Hilfe zur Selbsthilfe und langfristig etwas aufzubauen – etwa durch Ausbildung, Mutter-Kind-Projekte oder Bildungsangebote. Das war für mich eine wichtige Triebfeder.

 

Wie sieht dein Ehrenamt bei der Lichtbrücke aus? Welche Aufgaben oder Tätigkeiten übernimmst du hauptsächlich?

 

Am Anfang habe ich vor allem bei den Basaren mitgeholfen. Ein prägender Moment war, als wir nach einem Basar abgebaut haben. Unser Raum war fertig, aber überall wurde noch geschleppt und abgebaut. Ich habe gesehen, wie viel Arbeit noch zu erledigen war und habe einfach mit angepackt.

Danach ging es Schritt für Schritt weiter. Ich war zuerst im Beirat, später – ab etwa 2010/2011 – für mehrere Jahre im Vorstand aktiv. Heute arbeite ich unter anderem im Aktionsausschuss, sowohl in der Organisation als auch in der Umsetzung unserer Aktionen.

Ein wichtiger Punkt für mich ist der Basartransport. Damit habe ich gemeinsam mit Friedel Knipp angefangen. Erst zusammen, später habe ich das übernommen. Seit rund 35 Jahren organisiere ich den Transport zum und vom Basar. Das funktioniert nur dank der vielen freiwilligen Helfer der Feuerwehr Engelskirchen, die das seit Jahrzehnten ehrenamtlich unterstützen.

Seit zwei Jahren kümmere ich mich außerdem um die Vorbereitung der Tombola. Für die Mitarbeit suchen wir noch dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Daneben habe ich viele andere Sachen gemacht: Organisation im Team, Kalenderaktionen und immer wieder Aufgaben übernommen, wenn kurzfristig Hilfe gebraucht wurde. Man kann sagen, ich habe überall da geholfen, wo Not am Mann war.

 

Was liegt Dir bei der Lichtbrücke besonders am Herzen?

 

Sehr wichtig ist mir die Informationsarbeit der Lichtbrücke. Vor rund 30 Jahren haben wir nach einer Basarnachbesprechung festgestellt, dass der Fokus beim Basar zu sehr auf dem Verkaufen lag, was natürlich auch wichtig ist. Wir haben gesagt: Das reicht nicht. Wir müssen mehr darüber informieren, was die Lichtbrücke eigentlich macht - hier und in Bangladesch - und warum die Spenden so wichtig sind.

Dafür habe ich mit Cäcilie Steeger angestoßen, einen eigenen Informationsraum mit anschaulichen Fotos und Texten einzurichten. Wir haben Infotafeln selbst gebaut und gestaltet, ihre Inhalte überarbeitet und das über die Jahre immer weitergeführt.

 

Gibt es einen besonderen Moment bei der Lichtbrücke, an den du bis heute zurückdenkst?

 

Sehr eindrücklich war für mich eine Projektreise nach Bangladesch, an der ich teilnehmen konnte. Vor Ort zu sehen, wie junge Menschen nach einer Ausbildung mit Stolz ihr Abschlusszeugnis in der Hand hielten und durch die erhaltene Ausbildung eine gute Zukunftsperspektive gewinnen konnten, hat mich sehr bewegt. Das würde ich gerne noch einmal erleben.

 

Wo würdest du dir wünschen, dass sich die Lichtbrücke in den nächsten Jahren hin entwickelt?

 

Was mir große Sorgen macht, ist, dass viele Engagierte inzwischen älter werden. Ich selbst habe mit Anfang 30 angefangen und bin nun 70. Viele sind seit Jahrzehnten dabei. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass es gelingt, mehr jüngere Menschen für die Lichtbrücke zu gewinnen – Menschen, die bereit sind, trotz Beruf und Familie Verantwortung zu übernehmen und Aufgabenbereiche mitzutragen. Das ist wichtig, damit die Arbeit der Lichtbrücke langfristig weitergehen kann.

Alexandra Grüßmann
 

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