Heraus aus der Armut

Hilfe durch Trainings und Kleinkredite

Mit Kleinkrediten haben wir die Lebenssituation zehntausender Familien verbessert. Anders als bei kommerziellen Kreditinstitutionen werden Frauengruppen und Familien beim Einsatz der Kredite beraten und betreut. Alle Teilnehmer*innen erhalten Schulungen in einfacher Buchhaltung und in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern wie zum Beispiel in landwirtschaftlichen Methoden oder in der Fisch- oder Viehzucht. Dazu gehören auch Themen wie Gesundheitsvorsorge, Familienplanung und Ernährung.

Dieser „Integrierte Ansatz“ von Kredit und Bildung hat sich bewährt und erklärt die überdurchschnittlich hohe Rückzahlungsquote von über 95 Prozent. Neben einem gestiegenen Haushaltseinkommen verbessern die Menschen auch ihre gesundheitliche Situation. Ihr Lebensstandard wird durch neue Einkommensmöglichkeiten angehoben. Gezielt wird auch die Rolle der Frauen gestärkt, da sie die Kredite bekommen und gemeinsam mit dem Ehemann die Zukunft der Familie planen. Dadurch hat die häusliche Gewalt deutlich abgenommen.

Familien, die vorher in großer Armut lebten, haben heute drei Mahlzeiten am Tag, schicken ihre Kinder zur Schule und können sogar kleine Beträge für Notfälle sparen. Damit heben wir uns klar von kommerziellen Kreditinstitutionen ab, da wir begleitend zu dem Kredit in die Menschen investieren, anstatt an ihnen Profit zu machen. Die Kredite dienen als Starthilfen zur Verbesserung der Lebensbedingungen und tragen zur Überwindung der Armut bei.

 

Unsere Kleinkreditprojekte laufen in der Regel nach einer drei- bis vierjährigen Projektlaufzeit ohne externe Finanzierung weiter. Zurückgezahlte Kredite werden an neue Teilnehmer*innen verliehen und Sozialarbeiter*innen werden durch Gebühren finanziert. Zwei Experten besuchen im Auftrag der Lichtbrücke zweimal im Jahr alle Kreditprogramme und stellen sicher, dass die Armen langfristig von diesem System profitieren.

Stefan Bepler (Januar 2021)