Flüchtlingskriese in Bangladesch

Über eine millionen Menschen auf der Flucht

Seit vielen Jahren unterstützt unsere bengalische Partnerorganisation ANANDO ärmste Familien mit Kleinkrediten. Unter Anleitung entwickeln die Familien Fünf-Jahres-Pläne und bauen mit neue Aktivitäten ein nachhaltiges Familieneinkommen auf. Zum Beispiel eine kleine Ziegenzucht oder ein kleines Lädchen. In unserem aktuellen Projekt in Coxʼs Bazar werden auch Rohingya-Flüchtlingsfamilien einbezogen.

Viele dieser Familien sind zerrissen. Väter, Mütter und auch Kinder kamen in ihrer Heimat Myanmar während der Verfolgung im Jahr 2017 ums Leben. Andere Familien wurden auf der Flucht getrennt. Oft wissen sie bis heute nicht, ob ihre Liebsten überlebt haben.

Die Dörfer im Süden Bangladeschs haben die Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen. Doch die große Armut und die Konkurrenz um knappe Arbeitsplätze und Ressourcen führen zunehmend zu einer Abnahme der Hilfsbereitschaft und zur Ablehnung der Neuankömmlinge. Die Chance auf Rückkehr in die Heimat wird auf lange Zeit ungewiss bleiben. Ein friedliches Zusammenleben ist schwierig, aber mit Unterstützung möglich!

Unser Projekt leistet mit direkten Familienhilfen und begleitenden Maßnahmen zur Konfliktlösung einen wichtigen Beitrag zum Frieden in der Region. So wird unsere Engagement auch vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt.

 
 

Mit 70,- Euro können zehn Flüchtlingsfamilien mit Saatgut zum Gemüseanbau versorg werden.