Einweihung des Trainingszentrums von ANANDO

Frauen einer Friedensgruppe in den Bergen von Khagrachari schauen hoffnungsvoll in die Zukunft.
Khagrachari Die Veranstaltung findet auf dem Hof unter dem großen Schutzdach statt. Rund 100 Studenten, Mitarbeiter von ANANDO und Vertreter der Frauengruppen sind zusammengekommen. Bijoy Bala, der Regionalmanager, begrüßt die Gäste. Dann berichtet er über den Bau des Zentrums: „Noch im Oktober 2007 schwemmte ein gewaltiger Platzregen das ganze Land fort. Wir wussten nicht, wie wir bis Januar fertig werden sollten. Aber wir haben es geschafft.“
Ein sehr ausgewogener Bau ist entstanden mit großen, hellen Werkräumen für 2 Schneiderkurse und je 1 Kurs in Elektrik, Elektronik und Mechanik. Ein Versammlungsraum für Training in verschiedenen Bereichen: Friedensarbeit und Kurse in Gesundheit, Hygiene und Einkommen schaffenden Maßnahmen. Im angrenzenden Schülerwohnheim können 30 Schüler Unterkunft finden. Hier gibt es auch einen Speisesaal mit Küche. In der Mitte des Hofes ist genügend Raum für Reparaturen von Fahrzeugen.
Integrierte Friedensarbeit
Mit diesem Zentrum hat ANANDO eine stabile Basis für die Friedensarbeit in Khagrachari erhalten. „Wir fördern nicht nur die handwerkliche berufliche Ausbildung der arbeitslosen Jugendlichen. Wir fördern auch die vorschulische Bildung der Kinder und das Zusammenwachsen der ethnischen Gruppen. Dieses Zentrum dient der Friedensarbeit in der Region. In über 20 Dörfern bilden wir Personen für die Friedensarbeit aus. Sie gehen in die Dörfer und bilden dort weitere 5 Promotoren aus, die nun in die Familien gehen. Parallel dazu wird ein Kleinkreditprogramm durchgeführt, das den Menschen Starthilfen für den Aufbau ihres Lebens sichert“, erläutert Direktor Miah den mehrschichtigen Zweck des Zentrums. Das Zentrum ist somit ein Modell für eine integrierte Friedensarbeit, die alle Lebensbereiche erfasst.
Zusammenarbeit stärken

Das neu eröffnete Ausbildungszentrum in Khagrachari gibt armen Jugendlichen eine Chance
Friedel Knipp überreicht dann ein Dip Shetu Bild mit dem Motiv: Den Karren aus dem Dreck schieben. „Wir können Euer Land nicht entwickeln, das müsst Ihr selbst tun. Aber wir können Euch unterstützen. Die eigentliche Entwicklungsarbeit müsst Ihr selbst leisten“, sagt er. Anschließend überbringen wir die Grüße vom deutschen Botschafter in Dhaka und von den deutschen Freunden: „ Das wichtigste für den Erfolg dieses Zentrums ist die Zusammenarbeit. Jeder von uns hat verschiedene Talente. Wenn wir uns wechselseitig unterstützen, sind wir stark. Jeder hat Licht und Schatten. Wenn wir mit unserer Stärke die schwache Seite des Anderen ausgleichen, dann erhalten wir eine gute Kooperation. Das ist unser Wunsch für ANANDO.“
Zukunft für die Jugend
Ein Schüler vom Schweißen sagt: „Wir sind alle arbeitslos. Aber nun erhalten wir durch die Ausbildung hier im Zentrum eine Perspektive. Wir wollen kooperieren und uns anstrengen und später unsere Erfahrungen an andere weitergeben. Wir danken den deutschen Freunden für ihre Hilfe.“
Ich denke an die Worte des deutschen Botschafters in Dhaka: „ Bangladesh braucht berufliche Ausbildungszentren. Es ist neben Kleinkrediten der wichtigste Beitrag beim Weg aus der Armut. “
Helfen Sie uns. Schenken Sie ärmsten Jugendlichen eine Zukunft!
- Ein Stipendium für eine berufliche Ausbildung:
Monatlich: 40 €
- 1 Werkzeugkasten als Starthilfe: 80 €