Zyklon "Sidr" hinterließ Schneise des Todes
Verwüstung und Schrecken: Die Ärmsten der Armen am härtesten betroffen
Liebe Freunde der Lichtbrücke, ein gewaltiger Zyklon überrollte den Süden Bangladeshs und hinterließ eine Spur des Todes! “Der Himmel war auf einmal schwarz wie die Nacht, wir zitterten vor Angst um unser Leben”, berichtete Saidul aus Baggerhat. “Sturmböen mit mehr als 220 km Stundengeschwindigkeit rasten über das Land. Zurück blieb eine Spur des Todes: Zerstörte Hütten, entwurzelte Bäume, überschwemmte Felder, verwüstete Ernten.”
Offiziell wurden bis jetzt schon 2.300 Leichen geborgen. Hilfsorganisationen rechnen mit 10.000 Toten. Unendliches Leid! Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde das Land von einer schweren Katastrophe heimgesucht.

An der Küste Bangladeschs, im Süden, schlug “Sidr” eine Schneise der Verwüstung. Der Sturm entwurzelte Tausende der Bäume, deckte Dächer ab, riss die kleinen Lehm- und Bambushütten fort und kippte Strom- und Telefonmasten um. Felder und kleine Fischfarmen wurden zerstört. Hunderte von Nutztieren kamen ums Leben.
Obdachlos unter freiem Himmel
“Wieder schlafen die Menschen obdachlos unter freiem Himmel, Hunderttausende ohne Lebensmittel und Trinkwasser. Viele verloren alles: das Vieh, Hühner, den kleinen Garten. Andere trauern um ihre Toten, die im Sturm umkamen. Viele Fischerboote kehrten nicht zurück. Mütter weinen um ihre Kinder, Frauen um ihren Mann, der vom Fischfang oder von der Arbeit nicht heimkehrten”, berichtet Maniruzzaman Miah, bengalischer Partner der Lichtbrücke.

Am schwersten betroffen sind der Distrikt Patuakhali und auch der Distrikt Baggerhat. Unser bengalischer Partner Ali Aslam schreibt: “Die Spur des Schreckens ist unvorstellbar. Am härtesten betroffen sind wieder einmal die Ärmsten der Armen. Die kleine Habe, die sie mit einem Kredit aufgebaut haben – weggeschwemmt: zerbrochene Hoffnungen. Zwar gab es Vorwarnungen, aber nicht alle konnten rechtzeitig flüchten – und wohin auch? Der Sturm ist schrecklich – noch schrecklicher die Zeit danach. Was sollen sie tun – sie, die Menschen ohne Mittel, Einfluss und Beziehungen?”
Der Hunger quält
Schweigend hocken die Menschen auf den Trümmern ihrer ohnehin armseligen Existenz. Inam Ahmed und Zayadue berichten von den Leiden der Menschen: “Der Hunger quält. Noch schlimmer ist der Mangel an Trinkwasser, Brunnen sind zerstört, dass Wasser in den Teichen ist ungenießbar: Salzwasser! Mit flehenden Augen schauen uns die Menschen an:

Bitte gebt uns etwas Wasser: Bitte gebt uns zu essen.
Bitte! Bitte! Bitte!”
Lichtbrücke hilft im Katastrophengebiet
Im Katastrophengebiet Mollahat, Distrikt Baggerhat, leistet unsere bengalische Partnerorganisation ADAMS Erste Hilfe. Die Lichtbrücke e.V. unterstützen das Soforthilfeprogramm von ADAMS in Baggerhat.
Soforthilfe

Dringend benötigt wird im Moment Soforthilfe für die am härtesten betroffenen Familien. Unsere Partnerorganisation ADAMS verteilt Lebensmittelpakete mit Reis, Linsen, Öl, Tabletten zur Wasseraufbereitung und Medikamente. Die Sozialarbeiter von ADAMS sind zur Stunde vor Ort und leisten “Erste Hilfe”. Unser Projektkoordinator, Mr. Annan, sagte uns am Telefon “Ich habe noch nie so viel Leid und Zerstörung gesehen, bitte helft den Menschen so schnell ihr könnt, sonst ist es für viele zu spät.”
Langfristiger Wiederaufbau
Nach der Soforthilfe brauchen die Menschen in den Katastrophengebieten eine langfristige Hilfe für den Wiederaufbau. Benötigt werden:
- Reparatur von Brunnen
- Wiederaufbau von Hütten und Dorfschulen
- Saatgut für die Felder
- Kleinkredite für Einkommen
Angesichts der großen Leiden der armen Bevölkerung bitten wir Sie nochmals ganz herzlich um Ihre großzügige Hilfe.
Wir danken Ihnen ganz herzlich
Ihre Lichtbrücke e.V.
Mathilde von Lüninck Knipp
Friedel Knipp
Jens Peter Morgner

Der tropische Zyklon Sidr am 14.11. vor der bengalischen Küste. Quelle: NASA
Helfen auch Sie:
Im Namen der Menschen in den Katastrophengebieten bitten wir um Ihre großzügige Hilfe.
Spenden Sie unter dem Stichwort “Wirbelsturm” hier online oder per Überweisung an
- Kreissparkasse Engelskirchen, Kto.-Nr. 324 002 700, BLZ 370 502 99
- Postbank Köln, Kto.-Nr. 2199 49-501, BLZ 370 100 50
- Volksbank Oberberg, Kto.-Nr. 710 291 0014, BLZ 384 621 35
Mehr Informationen:
NTV vom 23.11.2007
NTV vom 20.11.2007
NTV vom 18.11.2007
NTV vom 17.11.2007
NTV vom 16.11.2007
NTV vom 15.11.2007
Tagesschau.de vom 16.11.2007
Netzeitung.de vom 17.11.2007
Tagesschau.de vom 18.11.2007
