Neues Stockwerk für Hospital in Mollahat
Die Lichtbrücke ist zur Einweihung dabei

Im Flur des Mutter-Kind-Hospitals in Mollahat, Bangladesch, drängen sich Mütter mit ihren Kindern. 50 bis 60 Frauen warten im Flur. Heute kommen die Besucher aus Engelskirchen, der erste Stock des Mutter-Kind-Hospitals wird eröffnet. Ein feierlicher Augenblick. Unterstützt wird das Hospital vom Aktionskreis Dritte Welt Holweide e.V. und von der Lichtbrücke e.V.. Neben den Gesundheitsdiensten in den Dörfern gibt das Hospital ärmsten Menschen die Möglichkeit zur medizinischen Grundversorgung und Beratung. Ein Arzt und ausgebildete Krankenschwestern stehen den Patienten zur Seite und geben zudem Kurse in Erst¬versorgung und Hygiene.
Bittere Armut
Die Armut in Mollahat ist erschreckend. Weit über 170.000 Menschen leben hier in bitterer Not. Viele Mütter und Väter arbeiten als Tagelöhner auf den Feldern und verdienen am Tag nicht selten weniger als 70 Cent. Dafür bekommt man in Deutschland gerade einmal einen Schokoriegel. In Bangladesch muss davon die ganze Familie leben. Meist reicht das Geld nur für eine kleine Mahlzeit am Tag. Die Menschen leben kümmerlich. Viele werden krank, leiden an Durchfall, Hautausschlag, Infektionen. Für die Armen gibt es keinen Arzt. Geld für Medikamente haben die Menschen nicht. Sanitäre Anlagen fehlen, vom sauberen Trinkwasser ganz zu schweigen.

Lichtblick für die ganze Region
Das ausgebaute Mutter-Kind-Hospital ist ein Lichtblick für die ganze Region. Gemeinsam mit Herrn Anan, langjähriger Mitarbeiter unserer bengalischen Partnerorganisation ADAMS, gehen wir durch die neuen Krankenzimmer. Herr Anan erzählt, dass ADAMS gern weitere Krankenschwestern ausbilden würde, die auch in die weit entlegenen Dörfer von Mollahat gehen. Aber leider fehlt hierfür das Geld. Wir finden, dass das eine großartige Idee ist und versprechen, in Deutschland Werbung dafür zu machen. „Für 10.000 ärmste Menschen in Mollahat steht gerade einmal ein Arzt zu Verfügung“, berichtet Herr Anan. „Zusätzliche Krankenschwestern wären daher ein großer Segen!“
Dank an alle Helfer
Im Hospital wirkt alles sehr sauber und gepflegt. Stolz zeigen uns die Krankenschwestern die neuen Behandlungsräume. Unten bei der Anmeldung warten viele Menschen, Mütter mit kleinen Kindern und schwangere Frauen. Sie alle sind überglücklich, dass sie nun die Möglichkeit haben, ärztlich betreut zu werden. Ein Wort hören wir bei unserem Besuch immer und immer wieder: „Dhonnobad“, „Vielen Dank!“ Diesen Dank möchten wir heute allen Helfern und Freunden übermitteln.
Stefan Herr
Wir bitten um Unterstützung
Die Lichtbrücke unterstützt mehrere Gesundheitszentren in Bangladesch.
- Arztgehalt mtl. 200,- €
- Krankenschwestergehalt mtl. 100,- €
- Medikamente (anteilig) 50,- €
- Eine Augenoperation 30,- €
- Ein Wasserfilter 30,- €
Wir danken für jede Form der Unterstützung!