Vier Wochen Projektbesuch in Bangladesch
Liebe Freunde!
Vier Wochen Bangladesch! Vier Wochen Projektbesuche in den Dörfern, in den Slumvierteln, in Kreditgruppen, Vorschulen, Ausbildungszentren, Hospitälern und kleinen Gesundheitsstationen. Jeden Tag Gespräche mit den Armen an der Basis: mit Kindern, Jugendlichen, Müttern und Vätern, Lehrern, Sozialarbeitern, Gesundheitshelferinnen, Ärzten und Projektleitern. Wir schauen in glückliche Augen über Hilfe in schwerer Krankheit, Filter für reines Trinkwasser, erfolgreiche Kreditanlage, das Abschlusszeugnis für eine gelungene Ausbildung.

"Besuch einer Vorschule in Khulna. Schüler freuen sich über den neuen Wasserfilter. "
Bedrückende Armut
Aber, wenn man in Bangladesch unterwegs ist, wird man auch täglich mit der großen Armut konfrontiert. Überall erleben wir hautnah den großen Mangel.
- Keine stabile Wohnung, kein Schutz vor Regen, Sturm, Hitze und Kälte.
- Kein Arzt im Krankheitsfall, kein Geld für Medikamente.
- Keine bezahlte Arbeit, kein Zugang zu finanziellen Mitteln und Ressourcen für Einkommen schaffende Maßnahmen.
- Kein Zugang zu Grundbildung und beruflicher Ausbildung.
- Keine Sicherheit, kein Schutz vor Ausbeutung und Entrechtung.
Professor Barkat spricht von 60 bis 70 Millionen Menschen, die in absoluter Armut leben. Die Sorgen wachsen: Wie geht es weiter? In Bangladesch sind die Kosten für Lebensmittel um 50 % gestiegen. Wie sollen die armen Familien über die Runden kommen? Unsicherheit ist die einzige Sicherheit jeden Tages.

"Dissari-Jugendliche aus ärmsten Familien hoffen auf Unterstützung."
Mutiger Einsatz
Umso beeindruckender sind der Lebensmut und der Wille der Armen zu überleben. Aber auch die Freude über jede Form der Hilfe und Zuwendung. Im Ausbildungszentrum von ANANDO treffen wir Jugendliche des Dissari-Programms aus armen Familien, denen die Lichtbrücke mit einem Stipendium von 700 Taka monatlich für die schulische Ausbildung hilft. Als Gegenleistung übernehmen sie soziale Aufgaben in der Projektbetreuung. Die Jugendlichen berichten über ihre Lebenssituation: „Mein Vater ist Tagelöhner“, sagt Ritu. „Wenn er keine Arbeit findet, leiden wir oft Hunger.“ Badrul berichtet: „Mein Vater war ein Landarbeiter. Er starb vor 10 Jahren. Ich bin der Älteste und muss neben der Ausbildung für meine Mutter und meine Geschwister sorgen. Durch die Ausbildung hoffe ich, unsere Situation zu verbessern.“ Er hat Tränen in den Augen. Es berührt uns sehr, die Berichte der Jugendlichen zu hören.
Mit herzlichem Dank
Friedel Knipp
Mathilde von Lüninck Knipp
Wir möchten das Programm weiterführen und bitten um Ihre Unterstützung
Stipendium für einen Dissari-Schüler:
jährlich 100,- Euro