“Ich lasse nicht von dir!”
Ein Schumann-Abend der besonderen Art
Um es gleich vorweg zu sagen: Das Publikum im vollbesetzten Pfarrheim in Waldbröl erlebte einen außergewöhnlich anregenden Abend.
Die Nümbrechter Arbeitsgruppe der Lichtbrücke hatte zu einer Benefizveranstaltung eingeladen. Es ging um zwei junge Künstler aus einem vergangenen Jahrhundert: Um die junge begabte Pianistin Clara Wieck und um den aufstrebenden, neun Jahre älteren Komponisten Robert Schumann.
Aus dem Briefwechsel und aus Tagebuchaufzeichnungen erfuhren die Zuhörer, wie aus anfänglicher Schwärmerei und Zuneigung Liebe wird und welch erbitterter Kampf beide gegen Claras Vater führen mussten, um endlich heiraten zu können.
Melanie Raabe und Jörn Wollenweber, die beiden Rezitatoren bewältigten ihre Aufgabe mit großem Einfühlungsvermögen. Überzeugend konnten sie dem Publikum die Verliebtheit, die Hoffnungen und die Erwartungen der beiden Liebenden näherbringen. Als ruhender Pol zwischen den beiden sprach Herbert Peter mit sonorer Stimme die Zwischentexte.
Den musikalischen Part des Abends übernahm die Sopranistin Antje Bischof, die von ihrem Mann, Michael Bischof, sehr einfühlsam und professionell begleitet wurde. Mit ihrer lyrischen Sopranstimme sang sie die Schumann-Lieder, die zu den Texten harmonierten, mit einer angenehmen, mühelosen Leichtigkeit. Kontrastierend dazu – die warme, volltönende Stimme des Bass-Baritons Herbert Peter – der Schumanns “Wanderlied” sang.
Das Publikum applaudierte begeistert und spendete ca. 1.300 € für die Menschen in Bangladesch, die vom Arsentod bedroht sind.
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