Was bleibt ist die Hoffnung
Der Zyklon AILA rollt über Bangladesch

Am 25 und 26 Mai 2009 rollte der Zyklon „AILA“ über den Westen von Bangladesch. Die bengalische Regierung hat früh reagiert und über eine halbe Million Menschen konnten evakuiert werden. Unsere Partner, die in der Krisenregion vor Ort sind, haben uns berichtet, dass aber immer noch weit über 300.000 Menschen von der Verwüstung betroffen sind. Viele von ihnen haben alles verloren. Viele der Menschen wurden nachts von dem Zyklon überrascht. Monir Uddin, ein Bauer, berichtet: „Es war Mitternacht, als die Flut kam und unser Haus mitriss wie ein Papierboot. Wir kämpften uns drei Stunden lang, im Stockdunkeln, durch das brusthohe Wasser, bis wir uns auf einen Baum retten konnten. Morgens haben wir es bis zur höher gelegenen Straße geschafft. Jetzt sind wir an Land, aber wie soll es weitergehen?“

Ali Aslam, der Direktor unser Partnerorganisation ADAMS im Distrikt Khulna, war direkt nach dem Zyklon im Krisengebiet und berichtet: „Das Schlimmste sind die unvorstellbaren Wassermassen, die das Land bedecken und nur ganz langsam abfließen. Die Menschen haben sich auf die höher gelegenen Straßen gerettet, mit dem Hab und Gut, was sie eben tragen konnten. Die selbstgebauten Notunterkünfte aus Planen, Blättern und Schnur schützen etwas vor Sonne und Regen, mehr aber auch nicht. Die Gefahr von Seuchen ist groß.“ Ali Aslam hat die Lichtbrücke e.V. um Hilfe gebeten. „Wir können die Menschen jetzt nicht im Stich lassen. 90% der Ernte ist verloren, die Zahl des getöteten Viehs ist unzählbar. Die Menschen haben keine Lebensgrundlage mehr“ sagt Ali Aslam. „Trinkwasser und Lebensmittel werden am dringendsten benötigt“. Die Lichtbrücke e.V. hat direkt nach dem Zyklon ein Hilfsprogram für 604 Familien über unsere Partnerorganisation ADAMS gestartet. Aber Tausende warten noch.

Wiederaufbau nach der Flut
Die Menschen brauchen jetzt unsere Hilfe. Dr. Mahfuz, ein Mitarbeiter der im Krisengebiet ansässige Partnerorganisation „Rettet die Kinder“, berichtete aus dem Distrikt Satkhira: „Tausende Hütten sind zerstört, die Trinkwasserbrunnen beschädigt, die Straßen weggerissen. Über 200 Menschen haben bis jetzt offiziell ihr Leben gelassen, die Dunkelziffer liegt aber weitaus höher. Dreihundert werden noch vermisst.“ Hier in Satkhira möchte die Lichtbrücke e.V. den Wiederaufbau nach dem Zyklon unterstützen. Brunnen müssen gebohrt werden, Hütten müssen gebaut, und beschädigte Arsenfilter müssen erneuert werden. „Ohne Hilfe von außen werden in den nächsten Wochen hunderte von Kindern und älteren Menschen an den Folgen des Zyklons sterben“, sagt Dr. Mahfuz.
Die Partnerorganisationen der Lichtbrücke e.V. befinden sich vor Ort und verfügen über die nötige Infrastruktur, um den betroffenen Menschen im Krisengebiet schnell zu helfen.
Ein Rettungspaket für Flutopfer besteht aus: Reis, Öl, Linsen, Salz, Wasser, Hartkeksen, Zucker, Streichhölzern und einer Kerze. Es kostet 10 Euro.
Ein Arsenfilter kostet 30 Euro
Ein Brunnen kostet 95 Euro
Eine sturm- und flutfeste Hütte kostet 740 Euro

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Leppestr. 48
51766 Engelskirchen
Tel.: 02263 / 2103
Fax: 02263 / 1598
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