Politik-Prominenz bei der Lichtbrücke
Der Vizepräsident des Landtags NRW, Edgar Moron (SPD) hat am 1. Dezember zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Gero Karthaus (SPD) den Verein “Lichtbrücke” in Engelskirchen besucht. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk bedankten sich beide persönlich für die geleistete, überwiegend ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich der Entwicklungshilfe.

© Doro Dietsch /Landtag NRW
Der Verein Lichtbrücke bemüht sich seit 35 Jahren um die Linderung des millionenfachen Leidens in Bangladesch. 63 Millionen Menschen leben weit unterhalb der Armutsgrenze. „Lichtbrücke“ kümmert sich um die Verteilung von Kleinstkrediten an einzelne Personen, damit diese eine wirtschaftliche Grundlage für sich und die eigene Familie schaffen können. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere Schulungszentren gebaut, an denen einheimische Lehrer in einjähriger Ausbildung die wichtigsten handwerklichen Fähigkeiten lehren.
Durch die Verseuchung des Trinkwassers mit natürlich vorkommendem Arsen sind täglich über 51 Millionen Bengalen gefährdet. Vor allem Augenkrankheiten sind die Folgen. Die Geburten von erblindeten Babys zählen zu den schockierenden Erfahrungsberichten, die die Initiatoren der „Lichtbrücke“ dem Besuchaus dem Landtag schilderten. Als Hilfe gegen das verseuchte Wasser verteilt der Verein spezielle Filter und organisiert die Behandlung von Erkrankten. Besonders ist zu erwähnen, dass die Träger des Vereins die Vergabe aller Spenden und Kleinstkredite persönlich vor Ort überprüfen. „Die Linderung der radikalen Armut und der massiven Gesundheitsprobleme kann nur einhergehen mit dem Aufbau beruflicher Zukunftschancen, als Hilfe zur Selbsthilfe“, so die Vorsitzende Mathilde von Lüninck-Knipp.
Den Ausführungen folgten beide Politiker mit Interesse und entwickelten im Gespräch eventuelle Unterstützungsmöglichkeiten. Es wurde von allen Seiten unterstrichen, dass die Politik nicht immer direkte Hilfe geben kann und muss. Viel mehr sollten die Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Hilfe besser gestalten werden. Der Abbau von verwaltungstechnischen Hürden, bei der Einrichtung von Stiftungen und Vereinen, stand dabei ganz oben auf der Wunschliste des Vereins.
Abschließend wurden die beiden Besucher mit einem kleinen Geschenk und einer Erfolgsgeschichte verabschiedet. Die geschnitzten Holzfiguren eines Sängers und einer Wasser holenden Frau wurden von einem ehemaligen Kleinstkreditnehmer in Bangladesch angefertigt. Innerhalb eines Jahres machte dieser aus 50 Euro einen Betrieb, der das Auskommen seiner Familie sichert. Edgar Moron und Gero Karthaus verließen das Privathaus der Familie Knipp, das gleichzeitig Sitz des Verein ist, nicht ohne das Versprechen, zum nächstjährigen Adventsbasar der Lichtbrücke wiederzukommen.
Basar in Engelskirchen ein Erfolg

Villa Kunterbunt: Ein großes Angebot an weihnachtlichen dekorativen Hand- und Bastelarbeiten erfreute die Besucher.
Am 28.11.2008 fand der 35. Weihnachtsbasar der Lichtbrücke in Engelskichen statt. Der Bürgermeister kam und eröffnete den Basar. Viele Besucher erfreuten sich an der warmen, lockeren Atmosphäre und dem vielseitigen Angebot.